Huhn oder Hahn: Was ist drin im Ei?

Agri Advanced Technologies bestimmt Geschlecht schon in der Schale

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Das Problem

Henne oder Hahn? Die Antwort auf diese Frage endet für männliche Hühnerküken tragisch. Nach Informationen des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden in Deutschland jährlich 46 Millionen von ihnen getötet. Für die Geflügelindustrie sind sie uninteressant, weil sie keine Eier legen und bei der Mast zu wenig Fleisch ansetzen. Agri Advanced Technologies (AAT), eine niedersächsische Tochter der EW Group, hat nun eine vollautomatische Anlage entwickelt, in der die Geschlechterbestimmung schon im Ei möglich ist.

Die Technik

Das Verfahren wird am vierten Bruttag angewendet. Auf dem Dotter haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits feine Blutgefäße gebildet. Ein Schmerzempfinden hat der Embryo aber noch nicht. Das setzt erst nach dem siebenten Bebrütungstag ein. Für die Bestimmung wird mit einer Wärmebildkamera die Stelle der Luftkammer im Ei gesucht. Ein Laser fräst eine Öffnung hinein, der Schalendeckel wird abgehoben. Ein weiterer Laser übernimmt die Messung mittels Spektroskopie. Der Lichtstrahl erfasst dabei die Blutader des Embryos. Die Reflexion des Lichts erscheint als Spektrum, an dem typische Anzeichen für weibliche oder männliche Zellen abgelesen werden können. Nur die weiblichen Eier werden danach mit einem Pflaster verschlossen und in den Brutschrank zurückgebracht.

Der Projektstatus

Der fertige Prototyp der Anlage wird gerade umfangreich getestet. Ein konkretes Einführungsdatum steht laut Unternehmen deshalb noch nicht fest.

 

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2018-07-26T16:05:54+00:00

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Huhn oder Hahn: Was ist drin im Ei? Agri Advanced Technologies
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