Mit Wasserstoff den Schienenverkehr vorantreiben

Alstom produziert weltweit erste emissionsfreie Brennstoffzellen-Züge

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Die Herausforderung

Bahnfahren ist umweltfreundlich? Nicht unbedingt. Vor allem auf den Regionalstrecken fahren viele Dieseltriebwagen durch Deutschland – mit einem enormen Schadstoffausstoß. Denn so gelangen Kohlendioxid, Ruß und Feinstaub in die Luft. Der französische Schienentechnikhersteller Alstom hat eine emissionsfreie Variante entwickelt: den Coradia iLint. Der erste Zug der Welt, der mit Wasserstoff angetrieben wird.

Die Lösung

Der Coradia iLint hat auf dem Dach eine Brennstoffzelle, in der Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt wird. Der große Vorteil: Der Zug gibt nur Wasserdampf und Kondenswasser ab. Überschüssiger Strom wird im Akku gespeichert und genutzt, wenn mehr Energie benötigt wird – zum Beispiel an einer Steigung. Der Zug fährt eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h – so schnell wie ein Dieselzug. Der Wasserstofftank befindet sich auf dem Dach, eine Tankfüllung reicht für circa 1.000 Kilometer.

Der Status

Zwei Prototypen des Coradia iLint befahren seit September 2018 die Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude und ersetzen damit die Dieseltriebwagen. Alstom will bis 2021 weitere 14 Brennstoffzellen-Züge nach Niedersachsen liefern. Gebaut werden sie in Salzgitter.

 

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2018-10-16T15:42:09+00:00

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