Das Netz der Zukunft ist hybrid

Amprion überträgt bei Ultranet Gleich- und Wechselstrom an einem Mast

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Die Herausforderung

Bislang wird das deutsche Höchstspannungsnetz fast ausschließlich mit Wechselstrom betrieben, da die Netzbetreiber die Höhe der Spannung bei dieser Stromart einfach umspannen  können. Dafür entstehen jedoch bei der Übertragung und der Transformation in andere Spannungsebenen Leistungsverluste. Um große Strommengen verlustarm über weite Strecken zu transportieren, ist eine Gleichstromverbindung ideal. Allerdings dauern die Genehmigung und der Neubau einer Leitung lange. So entstand beim Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion die Idee, für das Netzausbauprojekt Ultranet einen Stromkreis auf einer bereits bestehenden Wechselstromverbindung auf Gleichstrom umzustellen.

Die Technologie

Gleich- und Wechselstrom werden bei Ultranet gemeinsam auf einem Mast übertragen – zum ersten Mal in der Welt. So lässt sich die Übertragungskapazität verdoppeln, außerdem können die Menge und Flussrichtung des Stroms präzise gesteuert werden. Die Vorgehensweise: Zwischen dem Rheinland und Baden-Württemberg transportiert Amprion bereits Wechselstrom auf einer Spannungsebene von 380 Kilovolt über Freileitungen. Einer der hier installierten Stromkreise wird für Ultranet auf Gleichstrom umgestellt. Dabei nutzt
Amprion die vorhandene Infrastruktur und nimmt nur verhältnismäßig geringe Umbauten an Masten und Isolatoren vor. Der Anschluss des Gleichstromabschnitts an das bestehende Wechselspannungsnetz erfolgt über Umrichterstationen (Konverter) am Anfang und Ende der Strecke.

Der Projektstatus

Seit 2014 laufen die zweistufigen Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur. Die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant.

 

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2018-08-09T16:59:40+00:00

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Das Netz der Zukunft ist hybrid Amprion
61.991577863693 Sec. - - 2018-12-15 04:03:58