Mikroorganismen für eine nachhaltige Landwirtschaft

Joyn Bio, ein Joint Venture von Leaps by Bayer und Ginkgo Bioworks, forscht an natürlichen Düngemitteln

© Bayer AG

Das Problem

Stickstoffdünger ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Landwirtschaft und zur Steigerung der Ernteerträge gängige Praxis. Pflanzen können aber nur die Hälfte des ausgebrachten Düngers aufnehmen. Zudem belasten die im Stickstoff enthaltenen Nitrate das Grundwasser und die gedüngten Böden stoßen verstärkt Treibhausgase aus. Joyn Bio nimmt dieses Umweltproblem mittels neuer Methoden der synthetischen Biologie in Angriff und forscht an Mikroben, also Mikroorganismen, die Pflanzen helfen sich selbst zu düngen.

Die Lösung

Die Wurzeln mancher Pflanzen, z.B. Hülsenfrüchte wie Soja, Erbsen und Bohnen, enthalten besondere Mikroben in Form von Bakterien: Diese nehmen Stickstoff aus der Luft auf und wandeln ihn in essenzielle Nährstoffe um. Andere Pflanzen wie Mais oder Weizen können das nicht. Joyn Bio analysiert die DNA dieser nützlichen, in Hülsenfrüchten enthaltenen Mikroben. Mit Hilfe der synthetischen Biologie können Zellen quasi so programmiert werden, wie das ein Informatiker mit einem Computer tut. Das Ziel: Mikrobenstämme für landwirtschaftliches Saatgut entwickeln, mit denen auch andere Pflanzen, wie Mais oder Weizen, ihren Stickstoffbedarf selbst decken können und weniger zusätzlichen Dünger brauchen.

Der Projektstatus

Joyn Bio hat 2017 eine Start-Finanzierung von 100 Millionen US-Dollar erhalten. Damit wird das Forscherteam innerhalb der nächsten fünf Jahre unter anderem die Wirkung der Mikroorganismen in Freilandversuchen erproben und entsprechende Lösungen für die Agrarwirtschaft entwickeln.

 

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2018-07-27T10:24:24+00:00

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