Roboter mit Röntgenblick

Die BMW Group nutzt Computertomographie für die Fahrzeuganalyse

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Das Problem

Wie sieht die Karosserie nach dem Lackieren aus? Ist der Klebstoff durch die hohe Temperatur beim Lackieren noch richtig verteilt oder hat er Risse? Diese Fragen ließen sich bisher meist nur durch das Zerlegen von Fahrzeugen und Prototypen in ihre entsprechenden Bauteile beantworten. Häufig wurden Teile der untersuchten Fahrzeuge dabei beschädigt. Die BMW Group setzt eine neue Computertomographie-Anlage ein, die eine dreidimensionale Analyse der Prototypen ohne Zerlegen oder Beschädigen erlaubt.

Das technische Prinzip

Genau wie Ärzte im Krankenhaus einen Knochenbruch mittels Röntgenaufnahmen feststellen, werden dank der Computertomographie kleinste Objekte in der Breite eines menschlichen Haares am Fahrzeug entdeckt. In einer Prüfanlage umfahren vier aufeinander abgestimmte Roboter das Fahrzeug und erstellen mehrere tausend Schnittbilder. Je zwei Roboter sind dabei so zueinander ausgerichtet, dass die Röntgenstrahlung durch das Fahrzeug zum gegenüberliegenden Roboter gelangt. Anschließend errechnet ein speziell entwickeltes Computerprogramm ein dreidimensionales, mehrschichtiges Bild. Damit lässt sich das Innenleben des gesamten Fahrzeuges analysieren. Dies hilft dabei, neue Technologien schneller in Serienfahrzeuge zu integrieren.

Der Projektstatus

BMW-Ingenieure prüfen derzeit, wie künstliche Intelligenz für die Auswertung der Ergebnisse eingesetzt werden kann. Mit Hilfe großer Datenmengen soll die Software zahlreiche Muster erlernen, diese Informationen selbstständig miteinander verknüpfen und die Auswertung schrittweise automatisieren.

 

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2018-10-16T12:33:30+00:00

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59.584391117096 Sec. - - 2018-12-15 04:06:11