Die Grenzgänger unter den Loks

DB Cargo beschleunigt Güterverkehr auf dem Rhein-Alpen-Korridor durch den Einsatz neuer Mehrsystemloks

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Das Problem

Unterschiedliche nationale Strom- und Sicherungssysteme erschweren noch immer den durchgehenden Schienengüterverkehr auf dem Rhein-Alpen-Korridor. Um die bisher an den Grenzen notwendigen, zeit- und damit kostenintensiven Lokwechsel zu vermeiden, beschafft DB Cargo derzeit Mehrsystemlokomotiven des Typs BR 193, die in allen Korridorländern eingesetzt werden können. DB Cargo legt damit die Basis für einen zuverlässigeren und effizienteren Güterverkehr auf der Schiene entlang des gesamten Korridors.

Die Technik

Die BR 193 Lok stammt aus der Siemens Vectron-Familie, hat eine maximale Leistung von 6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Durch die moderne Stromrichter-Antriebstechnologie sind Fahrten mit unterschiedlichen Bahnstromsystemen möglich. Die Installation des europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System) sowie aller erforderlichen nationalen Sicherungssysteme erlaubt zudem den Betrieb auf allen Hauptstrecken des Rhein-Alpen-Korridors. Die BR 193 ermöglicht damit für Züge auf dieser Route eine grenzüberschreitend durchgehende Fahrt, so dass für diese Verkehre keine nationalen Einsystemloks mehr bereitstehen müssen.  Lange Wartezeiten für Lokwechsel an den Grenzen entfallen. Somit wird der Schienengüterverkehr zuverlässiger und pünktlicher.

Der Projektstatus

Die BR 193 ist derzeit für den Betrieb in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden zugelassen und verkehrt im Betrieb bei DB Cargo u.a. von Rotterdam bis Basel. Die Einzelzulassungen für Italien sollen Ende 2018 abgeschlossen sein. Für Belgien wird die Zulassung 2020 erwartet. Entsprechende Zulassungstests und -fahrten sind derzeit in Vorbereitung.

 

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2018-09-03T10:49:37+00:00

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