Intelligenter verpacken mit "Shelf Life Simulation"

Das Freisinger Fraunhofer-Institut IVV entwickelt Verpackungen auf Basis von Haltbarkeitsprognosen

© Fraunhofer IVV

Die Situation

Die Deutschen werfen laut WWF (World Wide Fund for Nature) 313 Kilo Lebensmittel in den Müll – pro Sekunde! Das bleibt nicht folgenlos: Treibhausgasemissionen durch Düngung, Transport und Kühlung in der Lebensmittelproduktion fallen völlig umsonst an. Der Klimawandel führt seinerseits dazu, dass Ernten geringer ausfallen. Doch Abfälle sind vermeidbar, wenn man bewusster einkauft, richtig lagert und klüger verpackt. Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising arbeitet an den Verpackungsmaterialien der Zukunft.

Das Verfahren

Über die sogenannte „Shelf Life Simulation“ lässt sich mittels komplexer Berechnungen eine Vorhersage zur Haltbarkeit von Produkten treffen. Grundlage der Prognosen sind mathematische Modelle und Datenbanken, die Aussagen zu Stofftransport („Permeation“) bei technischen Folien und Lebensmittelverpackungen treffen. In Summe kann so für jedes Lebensmittel mit seiner individuellen Haltbarkeit ein passendes Packmittel – eine Folie – entworfen werden. Damit entstehen Verpackungsmaterialien, die in der Lage sind, frische Produkte optimal zu schützen und gleichzeitig gut recycelt werden können.

Die Perspektive

Recyclingfähige Verpackungsmaterialien sind schon bald nicht mehr Kür, sondern Pflicht. Das neue Verpackungsgesetz, das 2019 in Kraft treten wird, schreibt dann vor, dass alle Verpackungen zu über 50 Prozent recycelt werden müssen.

 

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2018-11-09T11:22:12+00:00

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