Dank Moos im Reifen die Umwelt schonen

Goodyear entwickelt einen Reifen der Kohlendioxid bindet und Sauerstoff produziert

Das Projekt

Was kann gegen die zunehmende Luftverschmutzung in den Metropolen der Welt getan werden? Darauf hat der Reifenhersteller Goodyear eine Antwort und stellte auf dem diesjährigen Genfer Autosalon im März seinen Konzeptreifen „Oxygene“ vor. Der Name ist Programm: Der Reifen der Zukunft – noch ist er ein Prototyp – produziert Sauerstoff, gewinnt Elektrizität und kommuniziert in Lichtgeschwindigkeit.

Das Prinzip 

Im Felgenraum wächst echtes Moos. Über seine Lauffläche kann der Pneu Wasser vom Fahrbelag sowie CO2 aus der Luft aufnehmen und an das Moos abgeben. Mittels Photosynthese produziert der Reifen Sauerstoff. Hergestellt wird der Konzeptreifen aus dem Gummimehl recycelter Altreifen. Er soll zudem pannensicher und langlebig sein. Darüber hinaus speichert der Pneu die Energie, die während des Photosyntheseprozesses entsteht. Damit versorgt er seine eingebettete Elektronik mit Strom. Die Energie wird zum Beispiel für einen Lichtstrahl in der Reifenwand genutzt. Dieser verändert seine Farbe bei Fahrbahnwechsel oder Abbremsen und weist so andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger auf Fahrmanöver hin.

Der Nutzen 

Laut Goodyear könnten durch den Reifen „Oxygene“ in einer Metropolregion wie Paris mit rund 2,5 Millionen Fahrzeugen jährlich fast 3.000 Tonnen Sauerstoff produziert werden. Zudem würden die Moos-Reifen dort mehr als 4.000 Tonnen Kohlendioxid absorbieren.

 

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2018-07-26T16:24:48+00:00

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