Vom Unkraut zum Superdünger

Startup grünerdüngen entwickelt ersten rein ökologischen Dünger auf Basis von Klee

© KleePura grünerdüngen

Die Situation

Das weltweite Überdüngen der Böden bedroht die Umwelt. Die in Düngemitteln enthaltenen Bestandteile wie Stickstoff, Phosphor oder Schwermetalle belasten Böden und Grundwasser. Doch auch in vermeintlichen Bio-Produkten befinden sich neben Tierknochenmehlen Reste aus der Bier- oder Penicillin-Herstellung. Die Gründer des sächsischen Startups grünerdüngen gehen einen anderen Weg. Sie setzen dabei allein auf Klee.

Das Prinzip

Klee geht eine besondere Symbiose ein. Knöllchenbakterien aus dem Boden lagern sich an seinen Wurzeln an und bilden kleine Verdickungen. Das ermöglicht, dass die Bakterien Stickstoff und andere Nährstoffe aus der Luft direkt an der Wurzel binden. Die Nährstoffe kommen so ganz natürlich ins System. Die Gründer nutzen den Effekt und lassen Klee von Biobetrieben anbauen. Bis zu zehnmal kann während der Saison geerntet werden. Direkt vom Feld geht es in eine große Trocknungsanlage. Anschließend wird der Klee zu Pellets gepresst. Die kleinen, nährstoffreichen Düngestäbchen der Marke KleePura können Bauern auf ihren Feldern ausbringen oder Kleingärtner im Beet einsetzen.

Der Status

Für ihren Klee-Dünger erhielt grünerdüngen 2017 den Sächsischen Umweltpreis. Aktuell forscht das Team an neuen Möglichkeiten für rein ökologische Düngemittel. Bald soll ein natürlicher Rasendünger auf den Markt kommen. Auch an einem Flüssigdünger wird gearbeitet.

 

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2018-07-26T16:02:24+00:00

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