Hochhausfassaden als Stromerzeuger

Heliatek fertigt flexible organische Solarfolien

Die Idee

Es glänzt, es reflektiert, es ist leitfähig: Silber ist als Kontaktschicht für die Solarzellenproduktion ein Schlüsselelement. Sieben Prozent der weltweiten Silbernachfrage fließen derzeit in die Photovoltaikproduktion. Laut Prognosen des U.S. Geological Survey könnten die Vorkommen schon in 30 Jahren erschöpft sein. Ein Problem, wenn ein Großteil des Energiebedarfs mit Solarstrom gedeckt werden soll. Die Dresdner Firma Heliatek kommt ohne Silber aus. Sie produziert eine neuartige organische Solarfolie. Damit sollen Gebäudefassaden verkleidet und die Häuser zu Energiesammlern werden.

Die Technologie

Während herkömmliche Solarzellen zudem vor allem aus Silizium gefertigt werden, besteht die transparente Folie von Heliatek aus Kohlenwasserstoffverbindungen. Sie ist dadurch nur einen Millimeter dünn, leicht und flexibel. Die Folie kann in Fassadenbauteile integriert oder nachträglich aufgebracht werden. Hergestellt wird sie in einer großen Anlage. Von Rolle zu Rolle zieht es dabei Kunststoffbahnen durch den Maschinenkoloss, in dem sie beschichtet werden.

Der Projektstatus

Mehrere Häuser wurden schon mit der organischen Solarfolie versehen. Produziert wird sie derzeit auf einer Pilotanlage. Mit ihr ist eine Produktion von 50.000 Quadratmetern pro Jahr möglich. Ab 2019 sollen es eine Million sein. Die dafür notwendige neue Anlage wird derzeit aufgebaut. Aufgebracht auf Elektrofahrzeugen könnten die Folien künftig auch für mehr Reichweite sorgen oder auf dem Smartphone eine bessere Akkulaufzeit ermöglichen.

 

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2018-10-23T15:14:49+00:00

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