Mit Blick auf die Umwelt den Netzausbau vorantreiben

Herrenknecht entwickelt Verfahren zum grabenlosen Verlegen von Erdkabeln

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Das Problem

Bis 2025 sollen in Deutschland im Rahmen des geplanten Netzausbaus rund 2.400 Kilometer neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ), vorrangig als Erdkabel, verbaut werden. Die konventionelle Verlegung von Erdkabeln im offenen Graben schädigt die Umwelt durch die schweren Baugeräte jedoch massiv. Um das zu vermeiden, hat der international tätige Tunnelspezialist Herrenknecht gemeinsam mit dem Netzbetreiber Amprion und der RWTH Aachen ein neues oberflächennahes Verlegeverfahren für Höchstspannungsleitungen entwickelt, die sogenannte E-Power Pipe-Technologie.

Die Umsetzung

Das E-Power-Pipe-Verfahren ermöglicht es, Kabelschutzrohre kleineren Durchmessers mit Haltungslängen von über einem Kilometer oberflächennah im Untergrund zu installieren. Die Vorgehensweise: Der Erdaushub ist minimiert auf das Bohrloch, das die Tunnelvortriebsanlage zur Verlegung der Schutzrohre erstellt. In den Boden im Startschacht werden Stahlvortriebsrohre eingebracht, die die Tunnelbohrmaschine entlang der Trasse bis zum Zielpunkt schieben. Im Anschluss wird das vorgefertigte Kabelschutzrohr mit den noch im Bohrloch befindlichen Vortriebsrohren verbunden und über den Startschacht eingezogen.

Der Nutzen

Dank des E-Power-Pipe-Verfahrens sind die Eingriffe in die Umwelt minimal. Denn durch die grabenlose Verlegung reduzieren sich die Erdbewegungen bezogen auf die gesamte Trasse um 90 Prozent. Oberflächen und Bodenaufbau bleiben weitgehend erhalten.

 

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2018-10-23T14:55:08+00:00

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59.106890916824 Sec. - - 2018-12-15 04:07:21