Jenseits der Schallmauer – und doch so leise

US-Flugzeughersteller Lockheed Martin baut ein Überschall-Testflugzeug

Das Projekt

Der Flugzeughersteller Lockheed Martin entwirft, konstruiert und baut im Auftrag der NASA ein Überschall-Testflugzeug. Mit dem knapp 250 Millionen US-Dollar umfassenden Auftrag will die NASA einen weiteren Schritt hin zur Wiedereinführung von Passagier- und Fracht-Überschallflügen unternehmen. Denn die Zukunft war schon einmal Wirklichkeit, doch nach dem Concorde-Unglück im Jahr 2000 wurde der Flugbetrieb 2003 eingestellt.

Die Technologie 

Quiet Supersonic Technology, kurz Quesst – so nennt sich die Technologie. Durch ein Design mit extralangem Rumpf und Entenflügeln soll der ohrenbetäubende Überschallknall der Vergangenheit angehören: Wird die Schallmauer durchbrochen, erzeugt das Flugzeug einen Knall, der mit 75 Dezibel so laut wie eine zuschlagende Autotür ist. Dazu werde laut Lockheed Martin neben dem Design ein komplett neues Antriebssystem  entwickelt. Der Überschalljet soll in etwa 17 Kilometern Höhe und bis zu 1500 Kilometern pro Stunde schnell fliegen können. Bliebe der Überschall-Knall tatsächlich aus, wäre es möglich, in Zukunft nicht nur – wie früher – über die Weltmeere zu fliegen, sondern auch über Land.

Der Projektstatus 

Der Prototyp des „X-Plane“ soll bis Ende 2021 von Lockheed Martin fertiggestellt sein, dann soll auch der Testflug stattfinden. Mitte 2022 soll der Überschalljet über ausgewählten Städten in den USA fliegen. Dabei will die Nasa weitere Daten sammeln. Gebaut werden soll das X-Plane in einem Werk am Standort Palmdale in Kalifornien.

 

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2018-07-26T16:23:53+00:00

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Jenseits der Schallmauer – und doch so leise Lockheed Martin
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