Revolutioniert 3D-Bioprinting die Pharmaindustrie?

Merck will dank dreidimensionaler Druckverfahren mit organischen Substanzen die Pharmaforschung beschleunigen

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© Merck

Das Problem

Die Arzneimittelentwicklung ist ein langwieriger, komplexer und kostenintensiver Prozess, der in hohem Maße von Unsicherheit und Misserfolg geprägt ist. Tiermodelle und konventionelle einschichtige Zellkulturen können Erkrankungsstadien beim Menschen und deren Ansprechen auf Therapien nicht vollständig abbilden. Entsprechend hoch ist in der Pharmabranche der Bedarf an besser vorhersagbaren dreidimensionalen Gewebemodellen. Hier setzt der deutsche Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck an, indem er innovative 3D-Bioprinting-Tinten und -Materialien herstellt und die Forschung in dem Bereich unterstützt.

Die Lösung

3D-Bioprinting kombiniert das 3D-Druckverfahren mit Kompetenzen im Bereich der Genomeditierung und der Materialwissenschaft, um biomedizinische Komponenten zu erzeugen, die natürliche Gewebeeigenschaften imitieren. Als Biotinte dienen speziell modifizierte Zellen unter Verwendung der sogenannten CRISPR-Technologie und ein mit Wachstumsfaktoren angereichertes Monomer. In den 3D-Druckerpatronen werden die Zellen mit dem Monomer gemischt und in einem vordefinierten Muster aus dem Biodrucker abgesetzt. Das gedruckte Biomaterial imitiert lebendes menschliches Material wie Lebergewebe und kann in der Pharmaforschung für das Wirkstoffscreening verwendet werden, bevor neue Präparate an Tiermodellen oder im Menschen untersucht werden.

Das Potenzial

3D-Bioprinting kann die menschliche Gesundheit revolutionieren, sei es durch den Ersatz von Tierversuchen oder indem die Technologie den Weg für die biologische Erzeugung von implantierbarem Knochenersatz und sogar Organen ebnet.

 

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2018-09-14T17:29:48+00:00

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