Wie Gasturbinen lernen, ihre Emissionen zu drosseln

Siemens-Forscher optimieren den Verbrennungsprozess von Gasturbinen mittels künstlicher Intelligenz

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Das Ziel

Der Gasturbinenbetrieb ist ein komplexer Prozess. Wie das Gas verbrennt, wie viel Stickoxide entstehen oder wie lange eine Gasturbine überhaupt ihren Dienst tut – all das wird von vielen Faktoren beeinflusst. Experten fragen sich daher, wie der Verbrennungsprozess optimal geregelt werden kann. Siemens setzt dafür Künstliche Intelligenz (KI) ein. Das Ziel: Den Betrieb zu optimieren und Emissionen deutlich zu senken.

Die Umsetzung

Doch: Die Erfolge, die KI-Forscher bisher erzielten basierten alle auf der Verwendung riesiger Datenmengen. Um ähnlich viele Daten für ein Trainingsprogramm der Gasturbine zu produzieren, hätte diese etwa hundert Jahre laufen müssen. Die Siemens-Experten entwickelten daher Methoden, die nur wenige Daten für die Lernphase brauchen (Reinforcement Learning mit neuronalen Netzen) – weltweit ein Novum.

Der Nutzen

Das System lernt aus den Betriebszuständen und weiteren Daten und kann so den Ausstoß an giftigen Stickoxiden signifikant reduzieren – ohne dabei die Leistung der Turbine zu schmälern oder ihre Lebensdauer zu verkürzen. Heute setzt Siemens das System im Pilotbetrieb zur Regelung von großen Gasturbinen in den USA und in Südkorea ein.

 

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2018-10-31T16:08:22+00:00

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