Kraftwerk im Schlepptau

Siemens entwickelt Konzept für schwimmende Gas- und Dampfkraftwerke

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Das Problem

Weltweit haben etwa 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Strom. Wenn heutige Infrastrukturen schon nicht ausreichen, wie sollen dann schätzungsweise 9,7 Milliarden Menschen im Jahr 2050 mit Strom versorgt werden? Das Kompetenzzentrum SeaFloat der Siemens AG hat ein Konzept für mobile, schwimmende Gas- und Dampfkraftwerke, sogenannte „Barges“, entwickelt. Diese sollen Strom in entlegene Küstenregionen bringen, die Stromversorgung in Katastrophengebieten gewährleisten, oder den Ausfall eines alten Kraftwerks überbrücken.

Die technische Herausforderung

Bisher waren Gasturbinen auf Schiffen und Bohrplattformen in ihrer Leistung limitiert. Siemens ist es jetzt gelungen, mit einer Barge bis zu 1.200 Megawatt – was der Leistung eines konventionellen Großkraftwerks entspricht – zu erzeugen. Sobald ein Kraftwerk angedockt ist, kann es mit Erdgas von Land aus oder mit flüssigem Erdgas von Schiffen aus versorgt werden. Da die Gas- und Dampfturbinen durch den Wellengang höheren Belastungen als an Land ausgesetzt sind, haben die Ingenieure dämpfende Stützen, Lagern und weitere Komponenten entwickelt. Eine zusätzliche Herausforderung war das Einhalten von Normen, die je nach Betreiberland und Hafen unterschiedlich sein können.

Der Projektstatus

Noch 2018 soll der erste Auftrag für eine Barge, bestückt mit zwei großen Gasturbinen, unter Dach und Fach sein. Die Inbetriebnahme der schwimmenden Stromfabrik könnte bereits Anfang 2020 erfolgen.

 

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2018-10-16T15:46:27+00:00

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