Elektromobilität in Serie

Hairpin-Verfahren von TRUMPF schweißt E-Motoren in einer Minute zusammen

© TRUMPF

Die Herausforderung

Um Elektromobilität millionenfach und gleichzeitig bezahlbar herzustellen, sind Fertigungsverfahren notwendig, die sich schnell auf die Massenproduktion skalieren lassen. Viele Bearbeitungsschritte, wie das Wickeln und Verschweißen von Spulen aus Kupferdrähten für die Herstellung leistungsstarker E-Motoren, waren jedoch sehr zeitaufwendig. Der deutsche Hochtechnologiekonzern TRUMPF hat mit dem „Hairpin-Verfahren“ eine Laser-Schweißtechnik entwickelt, die in rund einer Minute alle Schweißungen eines Elektromotors durchführen kann.

Das Verfahren

Beim Hairpin-Verfahren schießt eine Druckluftpistole einen rechteckigen Kupferdraht, einer Haarnadel ähnlich, in eine Nut am Rand des Motors. Anschließend werden die Drähte paarweise zueinander positioniert und per Laser geschweißt. Vor dem Verschweißen „entschichtet“ der Laser die Hairpins, indem er die Kunststoffbeschichtung entfernt. Auch das stirnseitige Kontaktieren von oben ist eine Aufgabe für den Laser. Dazu wird zunächst die Fügesituation vermessen, um die Position und die Spalte zwischen den zwei Fügepartnern zu ermitteln und den Prozess entsprechend anzupassen. Das Schweißen erfolgt mittels Multi-kW-Lasern, die eine hohe Produktivität und Prozessqualität zu geringen Kosten ermöglichen.

Der Projektstatus

Unternehmen aus der Automobilindustrie können das Hairpin-Verfahren mit TRUMPF Lasern heute schon anwenden. Im nächsten Schritt gilt es, Erfahrungswerte zu sammeln und die Produktivität durch die Weiterentwicklung der Prozesse und Anlagen zu steigern.

 

Weitere Missionen zum Thema Mobilität

2018-08-29T13:26:08+00:00

Newsletter

Elektromobilität in SerieTRUMPF
58.923793077469 Sec. - - 2018-12-15 04:03:57